Samstag, 24. Dezember 2011
Anstelle eines Jahresrückblicks
Ein Jahresrückblick lohnt nicht. Wie ich so darüber nachdenke, stelle ich fest: es war eines meiner schlimmsten Jahre bislang. Und ich weiss gar nicht, wo ich ansetzen soll.

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Bachelorette darf ich mich seit Sommer nennen, was als erfreulich einzustufen ist, mich aber kaum berührte. Bedauert habe ich, mich nicht mehr um mein Studium kümmern zu können; das Gefühl habe ich vermisst, mal zur Abwechslung wieder vorbereitet in die Seminare zu kommen. Leistungsnachweise zu erbringen für die ich mich selber schämte, war die Folge davon. Bewertet wurden sie mit guten Noten, nur ändert das auch nichts daran, dass mir schon vor Abgabe sämtliche Schwachstellen entgegen schrien.

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Im Beruf mich deutlich unter meinem Wert verdingt und vor lauter Arbeit für nichts anderes mehr Zeit gehabt. Die Entscheidung zu kündigen war auf jeden Fall gut und richtig. Nur muss jetzt dringend ein neuer Job her.

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Ansonsten von einem Desaster ins nächste gestolpert. In der Liebe und anderswo. Sprachlosigkeit in Bezug auf all das.

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Etliche Male entschieden, mit dem Herrn Vater nichts mehr zu tun haben zu wollen. Jeglicher Versuch eines Kontaktabbruchs artete in Aktionen gegen mich und meine Mutter aus. Da ich nicht will, dass einer von uns was zustösst, doch wieder zu Besuch gefahren, geheult. Reine Erpressung.

Sowas wie eine Wunschliste für Künftiges

Nicht mehr so oft Punchingball sein. Langeweile. Auch mal was nur für mich tun. Mich wieder den eigenen Interessen widmen. Ruhe. Nicht für Dinge verantwortlich sein, die mich nichts angehen. Mehr lesen. Das Studium pflegen. Eine Abschlussarbeit anfangen. Ankommen.

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In diesem Sinne: 2012 kann nicht schlechter werden.
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Montag, 12. Dezember 2011
Übungslektion
Die Übungslektion ist gut gelaufen. Wirklich. Bis auf Aspekt X. Wusste ich aber schon vorher, dass das problematisch würde. Dazu bin ich ja in der Ausbildung – um zu lernen. Wäre ja schon beinahe beängstigend, wenn ich die erste Übungslektion ohne jegliche Fehler überstanden hätte.

Soweit so gut.

Was ich daran allerdings nicht verstehe, ist die Tatsache, dass der Fachdidaktiker mir – nachdem ich nach Ablauf der Lektion als ersten Eindruck geäussert hatte, mit Aspekt X sei ich ziemlich unzufrieden – erst vehement in Bezug auf Aspekt X widerspricht und mir dann hintenrum, über etliche Schlaufen und Umwege, mitteilt, ich solle jetzt nicht überrascht sein, aber an Aspekt X müsse ich noch arbeiten. Wusste ich doch schon vorher. Und dann, als hätte er mir zu einer vollkommen neuen Erkenntnis verholfen auch noch gut zureden will, das alles sei doch gar nicht so schlimm und ich müsse mich jetzt nicht aufregen. Er wisse nämlich wie sehr das einen treffen könne – auch wenn er zugeben müsse, dass man mir das so gar nicht ansehe. Wie auch, wenn es nichts Überraschendes oder Neues für mich ist.

Und dann beschwert er sich noch, dass Besprechungen bei ihm immer so lange dauern und er auch nicht wisse, was er dagegen tun könne.