Dienstag, 22. November 2011
Und plötzlich war alles scheinbar ganz einfach. Das Thema für die Abschlussarbeit kam auf einmal ganz plötzlich wie das Kind zur Jungfrau, wie es S immer prophezeit hatte. Ich pflegte sie immer auszulachen, stellte mir vor, wie ich dann dereinst – wenn es bei mir auch mal so weit sein sollte – meine Tage in der Bibliothek mit verzweifelter Themensuche verbrächte und dann ganz entnervt das Thema an den Wunschbetreuer anpasste. Und plötzlich war es da. Das Thema. Nicht der Wunschbetreuer. Den muss ich noch finden und davon überzeugen.

Jetzt nur noch das Konzept schreiben und dann mal schauen, wer von den Professoren dafür in Frage kommt.
Sonntag, 13. November 2011
Sichtlich überfordert war der Arzt, als er da an meinem Fuss herumdrückte, währenddessen ich versuchte möglichst adäquate Beschreibungen des Schmerzes zu äussern und kläglich scheiterte. Gebrochen sei nichts, das zeige das Röntgen ganz eindeutig. Aber was es sonst sein könnte? Eine Entzündung? Vielleicht auch etwas mit einer Sehne? Oder was ganz anderes? Er wisse es nicht. Sei aber auch noch ganz neu hier am Spital. Da ich mich aber doch einigermassen humpelnd fortbewegen könne, solle ich einfach mal nach Hause gehen und eine Woche lang schön brav Schmerzmittel nehmen. Vielleicht erübrige es sich von selbst.

Dass er offenbar gar nicht zur Kenntnis nahm, dass der Fuss geschwollen ist, fiel mir erst hinterher auf. Hätte ich vielleicht noch darauf hinweisen sollen.

Die ärztlichen Erwartungen wurden jedenfalls durchwegs enttäuscht. Im Verlauf der Woche hat sich nichts erübrigt. Eher im Gegenteil. Die Nerven liegen mittlerweile blank, im Stillsitzen war ich noch nie besonders begabt. Am Dienstag kommt dann der zweite Anlauf.